Jugendhockey2018-11-30T01:36:35+00:00

Aufgaben der Trainer, Betreuer & Eltern

Die Hauptdarsteller beim Jugendhockey, die Kinder und Jugendlichen, ­werden von einer Vielzahl von Erwachsenen umgeben, die sich bemühen, eine sportliche Zielsetzung, einen reibungslosen Ablauf und ein entspanntes Umfeld zu erreichen. Hierbei kann es trotz gemeinsamen Ziels doch unterschiedliche Vorstellungen über das Vorgehen geben.

Wir stellen uns im GHC die Zusammenarbeit und Aufgabenverteilung im Einzelnen wie folgt vor:

Trainer

Allein der Trainer ist für alle sportlichen Belange seiner jeweiligen Mannschaft verantwortlich, ­von Trainingsinhalten über Mannschaftseinteilung und -aufstellung bis zur Auswahl von Fördermaßnahmen im GHC oder beim Brandenburger Hockeyverband.

Er konzipiert ­in Absprache und enger Zusammenarbeit mit den anderen Trainern/Übungsleitern im Verein das Training für die gesamte Saison seiner Mannschaft und fördert jeden Jugendspieler entsprechend seiner Möglichkeiten. In den Altersklassen „Mäuse“ bis Mädchen-/Knaben C wird das Training meist von Eltern mit langjähriger Hockeyerfahrung oder von engagierten und fortgebildeten Jugendspielern geleitet – ab Altersklasse B in der Regel von lizenzierten Hockeytrainern. Sollte der Trainer verhindert sein (Training oder Spiele), sorgt er für kompetente Vertretung.

Betreuer

Aus dem Kreis der Eltern werden ein (oder zwei) Betreuer benötigt, die als Bindeglied zwischen Kindern/Jugendlichen und deren Eltern auf der einen Seite und Trainer, Vorstand und gegnerischem Verein auf der anderen Seite fungieren. Er (oder sie) ist Hauptansprechpartner in organisatorischen Fragen, überbringt Informationen aus dem Vorstand oder vom Trainer und sorgt für die Betreuung und die ordnungsgemäße Abwicklung der Formalitäten während der Spiele.

Gute Voraussetzungen hat derjenige, der Interesse und Spaß am Hockey hat, der gut und oft erreichbar ist, ein aufmerksamer Zuhörer und Beobachter ist, viel Engagement und Enthusiasmus aufbringt und Einfühlungsvermögen für Kinder/Jugendliche und deren Eltern hat. 

Eltern

Wir hoffen, dass sich die Eltern im Interesse ihrer Kinder so viel wie möglich an den verschiedenen Aktivitäten beteiligen. Die Mannschaft der Kinder sollte auch die Eltern als Mannschaft hinter sich wissen.

Folgende Unterstützung braucht eine Mannschaft durch die Eltern:

  • Bei jüngeren Kindern: Vorsorge für pünktliches und regelmäßiges Erscheinen zum Training und zu Punktspielen
  • Übernahme von Fahrdiensten zu Auswärtsspielen, Mitnahme von Mitspielern
  • Übernahme von Aktivitäten bei eigenen Turnieren (Buffet, Dekoration, Aufnahme von Gastkindern…)
  • Begleitung der Kinder und Jugendlichen zu auswärtigen Turnieren (einschließlich Übernachtungen)
  • Unterstützung bei Ausrichtung der Hallenpunktspiele
  • Beteiligung am Elternabend
  • Unterstützung der Anforderungen des Trainers
  • Rege Begleitung und anfeuernde positive Unterstützung der Mannschaft bei Spielen

Angebote und Anregungen seitens der Eltern für gemeinsame Aktionen außerhalb des Hockeyplatzes sind immer willkommen!

Altersklassen und Trainingsgestaltung

Das grundsätzliche Ziel in allen Altersklassen ist, durch vielseitiges und altersgerechtes Training den Kindern und Jugendlichen den Spaß an Sport und Bewegung zu vermitteln. Unterschiede gibt es je nach Altersklasse in den Trainingsinhalten und differenzierten Zielsetzungen. Auch die Trainingshäufigkeit und ­Dauer unterscheidet sich. In der nachstehenden Übersicht werden die Unterschiede verdeutlicht. Die in der Übersicht genannten Zeiten sind Richtzeiten, die z. T. unter- oder überschritten werden (durch Besprechungen, Aufwärmen, Athletiktraining und Nachbereitung) sowie im Winter durch die Begrenzung der Hallenzeiten. Hinzu kommen an den Wochenenden ab Altersklasse D Zeiten für Wettkämpfe und Turniere.

Nach Ablauf jeder Hallensaison rückt der jeweils ältere Jahrgang einer Altersklasse in die nächst höhere. Die genaue Einhaltung dieser Regelung ist ab Altersklasse C vorgeschrieben, da die Geburtsjahrgänge im Spielerpass jedes Spielers vermerkt sind und bei Punktspielen überprüft werden. Alle Spieler einer Altersklasse dürfen jedoch in der nächst höheren eingesetzt werden.

Alter, Altersklasse Trainingsinhalte und Zielsetzung Trainingshäufigkeit
2-4 Jahre, Mäuse
5-6 Jahre, Bambini
Vielseitige körperliche Allgemeinausbildung, spielerische Einführung, Bewegungs-, Motorik-, Koordinationsspiele, noch keine Spezialisierung auf technisch/taktische Inhalte, Gewöhnung an Ball und Schläger 1x pro Woche
60 Min
6-8 Jahre, Mädchen/Knaben D
9-10 Jahre, Mädchen/Knaben C
Inhalte des Trainings der Bambini, erweitert um: Erlernen grundlegender Technik, motorische Fertigkeiten des Hockeyspiels, weiterhin Hauptaugenmerk auf Koordinations- und Gewandtheitstraining 1-2x pro Woche
60 – 90 Min
11-12 Jahre, Mädchen/Knaben B
13-14 Jahre, Mädchen/Knaben A
Langsam einsetzende Heranführung an Leistungsorientierung, stark erhöhte hockeyspezifische Technik- und beginnende Taktikschulung, Beibehaltung koordinativer und Einführung athletischer Elemente 2x pro Woche
90 Min
2-3x pro Woche
90 – 120 Min
15-16 Jahre Weibliche/Männliche Jugend B
17-18 Jahre Weibliche/Männliche Jugend A
Leistungstraining, Verbinden und Automatisieren spezifischer Technik und Koordination/Gewandtheit unter Wettkampfbedingungen, beginnende Spezialisierung 2-3x pro Woche
90 – 120 Min
3-4x pro Woche
90 – 120 Min

Mannschaftseinteilung

Die Mannschaftseinteilung erfolgt in der Regel in den Altersklassen D und C nach Jahrgängen, ab Altersklasse B werden noch zusätzlich Leistungskriterien hinzugezogen. Die Entscheidung darüber liegt beim Trainer. Für manche Kinder bedeutet diese Regelung Trennung vom besten Freund, für andere Kinder Ansporn zu noch mehr Einsatz. Eine Vielzahl knüpfen neue Freundschaften oder lernen sich in eine neue Gemeinschaften einzufügen. In jedem Fall werden die Einteilungen mit den Jugendlichen besprochen, so dass jeder weiß, wo er (oder sie) steht.

Je nach Spielstärke einer Mannschaft nimmt diese an der Berliner Meisterschaft, der Berliner Ligarunde oder der Berliner Pokalrunde teil. Die Unterschiede bestehen in den Anforderungen an das Leistungsvermögen und die Leistungsbereitschaft der Spieler, nicht jedoch in den grundsätzlichen Trainingsinhalten (s. o.). Hierbei muss vor allem ein Interessenausgleich zwischen leistungswilligen und eher Spaß- bzw. Freizeitspielern erfolgen.

Hinweise zu Feld- und Hallenhockey

Das Interessante und Abwechslungsreiche, dadurch aber auch manchmal Komplizierte beim Hockeyspiel ist die Unterscheidung zwischen Sommer- und Wintersaison bzw. Feld- und Hallenhockey.

Die wichtigsten Unterschiede:

  • FELDHOCKEY: Beginn 1. April
  • HALLENHOCKEY: Beginn 1. Oktober
Feldhockey Hallenhockey
Altersklassen D bis C Torwart und 6 Feldspieler (Kleinfeld) Kader: 10 – max. 13 Spieler Torwart und 5 Feldspieler, Kader: 10 – max. 13 Spieler
Altersklassen B bis JA Torwart und 10 Feldspieler (Großfeld) Kader: 15 – max. 17 Spieler Torwart und 5 Feldspieler, Kader: 10 – max. 12 Spieler
Ausrüstung Feldhockeyschläger, Kunstrasenschuhe, Schienbeinschützer (Pflicht), Mundschutz (dringend empfohlen) Spielkleidung: schwarze Hose/Rock, schwarzes Trikot, schwarze Stutzen. Ersatzkleidung: orangenes Trikot, orangene Stutzen
Torwartausrüstung: wird vom GHC gestellt, Anschaffungen werden mit dem Zeugwart abgestimmt
Hallenhockeyschläger, Hallenschuhe mit heller Sohle, Handschuh für die linke Hand
Altersklasse D
Altersklasse C
Altersklasse B
Altersklasse A
Altersklasse JB
Altersklasse JA
2 x 10 Minuten
2 x 15 Minuten
2 x 25 Minuten
2 x 30 Minuten
2 x 35 Minuten
2 x 35 Minuten
2 x 10 Minuten
2 x 10 Minuten
2 x 10 Minuten
2 x 12 Minuten
2 x 15 Minuten
2 x 15 Minuten
Punktspieltermine Die Spiele werden im Voraus vom Berliner Hockeyverband für bestimmte Wochenenden festgelegt.
Altersklassen D: 2 Spiele pro Spieltag
Altersklasse C: 2 Spiele pro Spieltag
Altersklassen B – JA: 1 Spiel pro Spieltag
Die Spiele werden im Voraus vom Berliner Hockeyverband genau terminiert (Spieltag, -uhrzeit), 2 Spiele pro Spieltag
Punktspielorte Die Spiele finden überwiegend auf Vereinsanlagen statt Die Spiele finden überwiegend in Schulhallen statt

Weitere Informationen

Turniere

In allen Altersstufen werden zusätzlich zu den Punktspielen sowohl in der Halle als auch auf dem Feld Turniere besucht und selbst veranstaltet. Bei auswärtigen Turnieren können damit längere Anreisen und Übernachtung(en) verbunden sein. Für die Kinder und Jugendlichen haben diese Reisen häufig eine höheren Spaß- und längeren Erinnerungswert als der erreichte Tabellenplatz in der Punktspielzeit. Auch für den Mannschaftsgeist und die Teambildung haben Turniere eine wichtige Bedeutung.

 

Schiedsrichter

Zur Ausübung einer Sportart, speziell einer Mannschaftssportart, gehört die grundsätzliche Akzeptanz eines Schiedsrichters und seiner Entscheidungen. Eltern geben dabei ein gutes Beispiel! Auch wenn es manchmal schwer fällt, ist es für jeden Spieler leichter, wenn er selbst häufiger diese Funktion ausübt. Daher sollten alle Kinder und Jugendlichen angehalten werden (nicht nur vom Trainer, sondern auch von den Eltern), Spiele als Schiedsrichter zu leiten, zu Beginn in Trainingsspielen oder auf Turnieren, später auch bei Punktspielen jüngerer Jahrgänge. Ab 14 Jahren können Spieler beim BHV eine Lizenz erwerben, die dazu berechtigt, Spiele bis zu ihrer Altersklasse zu pfeifen. Ab Altersklasse Mädchen/Knaben A sind nur Schiedsrichter mit Lizenz zugelassen.

 

Beiträge und zusätzliche Kosten

Die Mitgliedsbeiträge und zusätzliche Kosten, die aus dem Trainings- und Spielbetrieb resultieren, können bei dem GHC Vorstand erfragt werden.